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Biographie des Schauspielers und Rezitators Mathias Wieman 3. Teil 1930 - 1932 in Verbindung mit dem Zeitgeschehen |
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rot geschriebenes = weitere Recherche wegen Unklarheit |
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1929 ??bis 1932 |
Wieman wohnt in der Berliner Künstlerkolonie in der Bonnerstrasse 5 - von wann bis wann??? wahrscheinlich 1929 bis 1932 |
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In den 30-er, 40-er und 50-er Jahren ist Wieman in erster Linie Filmschauspieler. |
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Seine nun auf Innerlichkeit bedachte Spielweise wird von der Kritik mit sympathisch, wunderbar und ergreifend, »der verhaltene Mathias Wieman zeigte wiederum sein hervorragendes Können« (Betz) gewürdigt. (62) |
28.01.1930
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Ausstrahlung des Hörspieles und bearbeiteten Datenfragments von Georg Büchners "Woyzeck" - Regie: Ernst Hardt, Musikalische Untermalung: Hermann Unger, Dauer: 72 Minuten, 15 Sekunden - Sprecher und Darsteller: Mathias Wieman (Woyzeck), Konstanze Menz (Marie), Ferdinand Haag (Tambour-Major), Leo Reuss (Hauptmann), Paul Bildt (Doktor), Günther Habdank (Andreas), Bruno Fritz (Unteroffizier), Anneliese Würz (Margret), Lotte Dewis (Käthe), Robert Assmann (Marktschreier), Hubo Döblin (Jude), Paula Herm (Wirt), Eduard Fischer (Alter Mann), Alexandra Schmidt (Alte Frau), Ernst Busch (1. Handwerksbursche), Otto Kronburger (2. Handwerksbursche), Ernst Hardt (Einleitung) |
11.03.1930 bis 26.05.1930 |
spielt er, als der zweite Verstorbene, in Max Reinhardts Kammerspielen in "Die liebe Feindin", einer Pariser Erfolgskomödie von A. P. Antoine, dem Sohn des großen Pariser Theaterleiters, unter der Regie von Gustaf Gründgens, mit. das Stück kam 77 mal zur Aufführung Es spielen Hans Albers, Mathias Wieman, Richard Romanowsky, Otto Wallburg, Erika Mann, Lill Darvas Darsteller vorhanden - noch ergänzen Der Inhalt ist schnell umrissen: Am Abend vor Allerseelen sprechen drei Verstorbene auf dem Friedhof von ihre "lieben Feindin". Es ist immer die selbe. Der erste, ein Romantiker, schoss sich eine Kugel durch den Kopf. Der zweite, ein Schwächling, starb am Schlaganfall. Der dritte, ein Kraftprotz, an den Ansprüchen der Frau. Die jeweiligen Erzählungen sind, vom Autor, in drei Bühnenakten angelegt. Der Friedhof verwandelt sich in die Zimmer in dem die jeweiligen Liebesaffären spielen. Börsenkurier, Nr. 120 vom 12.03.1930: »Der Romantiker ist, dargestellt mit leisem, melancholischem Humor, Mathias Wieman« |
13.03.1930
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Bei der Galapremiere der verfilmten Wiener Operette "Zwei Herzen im Dreivierteltakt" in Berlin, der den Komponisten Robert Stolz berühmt machte, sind u.a. anwesend: Mathias Wieman, E. Bergner, F.Massary, L. Jessner, F. Kortner, W. Krauss, H. George, E. Deutsch, T. Durieux, K. Dorsch, A. Nielsen, H. Porten. (88) |
27.05.1930 bis 15.06.1930
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als Thoas in Johann Wolfgang von Goethes "Iphigenie auf Tauris" in den Kammerspielen des Deutschen Theater Berlin unter der Regie von Richard Beer-Hofmann das Stück wurde 20 mal aufgeführt Darsteller vorhanden - noch einarbeiten weitere Daten + Kritiken besorgen |
24.06.1930 bis 18.07.1930 |
Dreharbeiten für den Film "Rosenmontag" im Ufa-Atelier Neubabelsberg - Regie Hans Steinhoff nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Otto Friedrich Hartleben Weil eine Heirat nicht standesgemäß wäre, bringen seine Großmutter und seine beiden Vetter durch eine Intrige, den jungen Leutnant Hans Rudorf (Mathias Wieman) und Traute Reimann (Lien Deyers) auseinander. Die beiden Liebenden kommen dann dennoch zusammen. Scheitern jedoch an ihrer Umwelt und altmodischen Ehrenkodexen. Keinen anderen Ausweg mir wissen, begehen beide am Rosenmontag Selbstmord. Mathias Wieman spielt die Rolle des Leutnant Hans Rudorf. In der weiblichen Hauptrolle Lien Deyers.
...................... gegebenenfalls weitere Darsteller erwähnen
Ein Tonfilm mit Musik- und Gesangstiteln, die im Ufa-Ton-Verlag, Berlin erschienen sind. |
12.08.1930 bis 30.08.1930 |
Dreharbeiten für den Film "Stürme über dem Montblanc" unter der Regie von Dr. Arnold Fanck. Es spielen Leni Riefenstahl, Sepp Rist, Friedrich Kayßler, Ernst Udet. Mathias Wieman spielt die Rolle des Organisten Walter Petersen Die Geschichte des Wetterwartes Hannes (Sepp Rist) auf dem 4400m hoch gelegenen Montblanc Observatoriums und Hella, der Tochter eines norddeutschen Astonomen (Leni Riefenstahl), die sich finden und lieben und die ihn vor dem Kältetod rettet. Die Innenaufnahmen erfolgen in den Ufa-Ateliers, Berlin. Die Außenaufnahmen in Aarosa, Montblanc, Observatorium Vallot, Bernina-Paß, Sternwarte Babelberg bei Potsdam Der noch stumm gedrehte Film wurde nachträglich mit Geräuschen und Musik unterlegt, auch Dialogszenen wurden teilweise eingefügt. Zur Herstellung der elektronischen Musik wurde das "Trautonium" verwendet. Die Musik schrieb Paul Dessau |
01.09.1930 |
Uraufführung des Films "Rosenmontag" in Berlin (Ufa-Palast am Zoo) Ickes in der Filmwoche: »..... Und das ist Hans Steinhoff gelungen. Er hat für die Rollen aus Hartlebens "Rosenmontag" eine Besetzung zusammengestellt, die sich meilenweit vom Klischee entfernt hält. Wieman ist kein Leutnant von jenen, die "uns keiner nachmacht", er ist ein Degradierter schon vor dem Unglück, hineingepresst in einen Beruf, der etwas einseitig zum maßgeblichen gestempelt wurde. Die Tragödie wird also über das capa- und espada-Stück hinausgehoben, wird kein Alt-Heidelberg des Soldatenspiels. Gut neben Wieman auch Lien Deyers, die zum ersten Mal in schauspielerischer Hinsicht Seele gibt, wo sie früher nur ein Seelchen war.« |
16.09.1930 |
Uraufführung des Films "Rosenmontag" in Wien (xx) |
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02.12.1930 |
als Marius in Marcel Pagnols "Zum goldenen Anker" im Deutschen Künstlertheater Berlin unter der Regie von Heinz Hilpert - neben Käthe Dorsch als Fanny, Jacob Tiedke als César, sowie Erhard Siedel, Ludwig Stössel, Oscar Groß, Robert Forsch, Rolf Müller, Erich Walter (alternativ :Jürgen von Alten), Hedwig von Lorée, Susi Toscana, Abduradumann Omar, Zipporah Zabari, Harry Schöpp, , und mit Erika Meingast? noch prüfen Westermann Monatshefte, Februar 1931: »..... wenn er den elegisch-verträumten Mathias Wieman ........ spielen sieht« Velhagen & Klasings Monatshefte, März 1931: »Käthe Dorsch ist keine Marseillerin. Sie hat gleich Wieman ausgesprochen deutsches Blut. Insofern sind die beiden Künstler eigentlich ungeeignet. Aber sie haben Temperament und Herz und im Laufe des Abends wird es uns vor diesen Menschen ganz gleich, was für Kostüme sie tragen, ja wir glauben ein Frankreich zu ahnen, das es neben dem offiziellen, dem politischen wie dem literarischen, gibt und dessen Träger von uns nicht wesentlich verschieden sind: kleine Leute mit kleinen Freuden« |
25.12.1930 |
Uraufführung des Films "Stürme über dem Montblanc" in Dresden (Prinzess-Theater) in Frankfurt/Main (Ufa Theater im Schwan) Der Film erhält das Prädikat "künstlerisch". |
| xx.xx.1931 |
Übernachtung im Château Marquette Freudenstadt (Schloßhotel Waldlust) in dem gekrönte Häupter und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens das besondere Ambiente und die Gastlichkeit genossen haben. (XXXX zu welchem Anlass) eventuell dort nachfragen |
19.01.1931 |
Uraufführung des Films "Stürme über dem Montblanc" in Wien |
02.02.1931 |
Uraufführung des Films "Stürme über dem Montblanc" in Berlin (Ufa-Palast am Zoo) |
22.02.1931 |
als .............. in Alfred Savoir "Ritter Blaubarts acht Frauen" im Deutschen Künstlertheater Berlin unter der Regie von ............... |
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16.04.1931 |
als Tellheim in Lessings "Minna von Barnhelm" im Deutschen Künstlertheater Berlin unter der Regie von Hans Hinrich. Die Minna spielte Käthe Dorsch. Alfred Kerr vom 17.04.1931: »Wiemans Tellheim wird zuletzt prachtvoll warm; anfangs durch Stiefel behindert.« Berliner Börsenkurier, Nr. 178 vom 17.04.1931: »Mathias Wieman (anscheinend durch eine Erkältung behindert) zerriss die Diktion Lessings, aber seine Persönlichkeit kam dem Tellheim nahe.« Hamburger Abendblatt vom 5.12.1969 rückblickend: »... Und ein Stück Tellheim gehörte zu seiner Natur: Die Noblesse, der Sinn für Fairness, menschliche Anständigkeit. ...« |
07.05.1931 |
Eintrag aus Goebbels Tagebuch vom 07.05.1931 (Do.): »Mit Magda in "Minna von Barnhelm". Käthe Dorsch spielt wirklich göttlich. Die verkörperte frauliche Anmut. Und Maria Paudler von Witz und Grazie. Ein Hochgenuss. Diese beiden Frauen halten die ganze Sache, die sonst doch für heute etwas hölzern wirkt. Die Männer, vor allem Wieman als Tellheim sind entsetzlich. Eckig, klotzig, ungraziös.«(51b) |
Juni.1931 bis Juli.1931 |
Dreharbeiten für den Film "Zum Goldenen Anker" - in den Paramount-Studios in Joinville bei Paris und Außenaufnahmen in Marseille - unter der Regie von Alexander Korda nach dem Drehbuch von Marcel Pagnol - als internationale Produktion - es gibt jeweils eine englischsprachige, französische, und deutsche Fassung und sogar eine schwedische . In den jeweiligen Produktionen sind die Rollen durch landesentsprechende Darsteller besetzt. Mathias Wieman spielt in der deutschen Fassung die Rolle des Sohnes Marius. Mit ihm sind im Film zu sehen: Jakob Tiedtke als Wirt Cesar; Lucie Höflich als Fischhändlerin Honorine; Ursula Grabley als deren Tochter Fanny; und Karl Etlinger, Albert Bassermann, Ludwig Stoessel, Rolf Müller, Karl Platen, Jaro Fürth. Der Inhalt kurzgefasst: Fanny wird von Marius verlassen, der nicht in der Lage ist, dem Ruf des Meeres zu wiederstehen. Wieman schrieb selbst zu den Dreharbeiten: »Marcel Pagnol, der damals der deutschen Uraufführung seines Stückes beigewohnt hatte, setzte es durch, das ich auch bei der Verfilmung bei Werkes die Rolle des Marius spielte. Während die Atelieraufnahmen in Paris stattfanden, drehte man die Außenaufnahmen in Marseille. Da stand man also in der Stadt, von der man sich Abend für Abend irgendein Bild gemacht hatte, dessen Atmosphäre man zu spüren glaubte, und sah nun, wie dieses Marseille ganz ähnlich und doch ganz anders war als das erdichtete auf der Bühne. Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl, das einen in solchen Momenten überkommt, wo man aus dem Reich der Phantasie in die Wirklichkeit tritt! Es war eine beschwerliche, eine schöne und abenteuerliche Arbeit, die dieser Film brachte, aber was nun kam, war noch schwieriger, noch reizvoller, noch erregender.« |
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Juli.1931 bis Sept. 1931
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Dreharbeiten für den Film "Das Blaue Licht" - Regie Leni Riefenstahl - von Juli bis September Außenaufnahmen im Tessin-Tal, Sarentino Sarntal, Burgruine Runkelstein, Crozzon in der Brentagruppe (Dolomiten), und im September schließlich die Atelieraufnahmen. Das Drehbuch schrieben nach der Idee von Leni Riefenstahl, Bela Balacz und Carl Mayer. Die Verfilmung einer Berglegende aus den Dolomiten. Im frühen 19. Jahrhundert wird ein fremdartiges Mädchen, das in einer Kristallgrotte Zuflucht gesucht hat, von den abergläubischen Dorfbewohnern als Hexe gefürchtet. Als ein Maler Vigo (Mathias Wieman) das Geheimnis der Grotte preisgibt, stürzt das Mädchen in den Tod. Die Hauptrolle spielt Leni Riefenstahl, neben ihr Mathias Wieman, Beni Führer, Max Holzboer, Franz Maldacea, u.a.. Leni Riefenstahl gründete zur Umsetzung ihrer Filmidee und zur Herstellung dieses Films ihre erste Produktionsfirma, die L.R. Studio GmbH, und übernahm zunächst alle Herstellungskosten. Viele der Mitarbeiter verzichteten ganz oder teilweise auf ihre Gagen. Erst als ein Teil der Außenaufnahmen abgedreht war und in Berlin vorlag, übernahm die H.R. Sokal-Film GmbH die Endfinanzierung und nach Abschluss der Dreharbeiten auch die Vermarktung. Mathias Wieman schrieb hierzu in einem Artikel: »Ein kühnes Mädchen hatte den Entschluss gehabt, die Idee, die sie von einem Film besaß, eine große, eine reine Vorstellung, die sie hinaustrieb in die Natur, in die einsame Erhabenheit der Berge, in die Tat umzusetzen. Sie nahm all ihre Ersparnisse, die sie als Filmdarstellerin gemacht, und steckte sie in das Unternehmen; sie verstand es auch, einige Mitarbeiter derart zu begeistern, das sie sich zunächst nur gegen die Garantie ihres Lebensunterhaltes zur Verfügung stellten und alles andere der Zukunft, dem Erfolg des Werkes überließen. Ich war mit dabei, obwohl mir erfahrene Filmleute abrieten und mich fasst auslachten, das ich mich für einen solchen dilettantischen Plan hergab. Als ich zur Truppe stieß da sah ich, wie alles bereits auf das genaueste vorbereitet worden war, in einer Weise, wie ich sie noch nie erlebt hatte, und so auch nur konnte dieses Werk, das ja finanziell auf so schwachen Füßen stand, gelingen. Diese echte Avantgardistin des Films war Leni Riefenstahl, und das Werk, das sie schuf, hieß "Das blaue Licht". Von jener Zusammenarbeit, von dieser im gleichen Schritt und in gleicher Richtung marschierenden Gemeinschaft, wo es keine scharfe Abgrenzung des Ressorts gab, wo auch einmal der Darsteller den Kassettenkoffer ergriff und ihn zum Berg hinauftrug, wo alle Sorgen und alle Probleme jeden einzelnen der Mannschaft angingen, von dieser Zeit her stammt meine heutige Einstellung zum Film.«(20) |
| Weltwirtschaftskrise 24.10.1929 ?????? Schuld am Theatersterben???? oder ??? prüfen | |
August ? 1931 |
Nach Wiemans Rückkehr aus dem Tessin und den Dolomiten wo er am Film "Das blaue Licht" arbeitete, stellte er in Berlin ankommend fest, das das Deutsche Künstler-Theater seine Pforten geschlossen hatte. Er schreibt selber dazu: ...."es war ein Opfer der furchtbaren Zeitverhältnisse geworden, die über Deutschland herein brachen und noch viele andere Bühnen in den Strudel zogen" (20)
ab diesem Zeitpunkt arbeitet Wieman ohne feste Ensemblemitgliedschaft in Berlin (u.a. am Preußischen Staatstheater) und in Wien (am Theater in der Josefstadt) (3) Er selbst darüber, rückblickend, im Jahre 1939: ..."Nun stand ich vor einer Situation, die sich bis zum heutigen Tage nicht geändert hat: ich war heimatlos auf der Bühne geworden. Gewiss, ich habe in der Folge mal hier mal da gespielt ...... aber einem festen Ensemble habe ich nicht mehr angehört, ich war nun ein freischaffender Künstler. (20)
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21.10.1931
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als Gefreiter Tellheim in Robert E. Sherwood "Waterloobrücke" an der Tribüne Berlin unter der Regie von Eugen Robert Die Handlung: Ein Kanadier, kommt im ersten Weltkrieg von der Front bei Cambrai zum Genesungsurlaub nach London. Er lernt Myra, eine junge Prostituierte, auf der Waterloobrücke kennen, währen die Flugzeuge über sie hinwegfliegen. Er verliebt sich in Myra. Anfangs erkennt er nicht ihr Doppelleben als Edeldirne. Doch auch als er auf die Wahrheit gestoßen wird, liebt er weiterhin. Die Angebetete jedoch will von seinem Geld, seinem Eheversprechen nicht wissen. Er ist für sie zu rein, zu treuherzig und ehrenhaft und sie für ihn zu schlecht. Sie stellt sich dann während eines Luftangriffs der Deutschen auf die, von diesen bombardierte, Waterloobrücke, zündet sich eine Zigarette an, hält das brennende Streichholz in die Luft und wird von den Bomben zerfetzt. in weiteren Rollen: Grete Mosheim (Myra), Flokina von Platen (Kitty ihre Freundin), Bertha Monnard, Max Kaufmann Fritz Engel im Berliner Tageblatt vom 21.10.1931: »Gespielt wird unter Eugen Roberts Regie ausgezeichnet, nicht zu grob, nicht zu fein.« ........ »Mathias Wieman ist der best gut Junge, Gefreiter Tellheim aus Kanada. Das stille Leuchten der Gutgläubigkeit auf diesem Gesicht! « Friedrich Luft in Die Welt vom 5.12.1969 in memoriam: »Er war, neben Käthe Dorsch als Minna, der Lessinghafteste Tellheim, den man je erleben konnte.« |
18.12.1931 bis 23.01.1932 |
Dreharbeiten für den Film "Die Gräfin von Monte Christo" - im Ufa-Atelier Neubabelsberg - Außenaufnahmen: Semmering, Wien und im Ufa-Freigelände Neubabelsberg - Regie: Karl Hartl mit Brigitte Helm, Rudolf Forster, Lucie Englisch und Gustav Gründgens - u.a. Mathias Wieman spielt den Journalisten Stephan Riel Die Geschichte einer kleinen Statistin Jeanette Heider (Brigitte Helm), die das Studio verlässt, in einem Luxushotel absteigt, und durch ein Missverständnis für die Gräfin von Monte Christo gehalten wird. Umgeben von wirklichen Hochstaplern und Verbrechern erlebt sie nun viele Abenteuer. Am Ende hilft dies Abenteuer ihr, ihrem Freund Stephan, einem schlecht bezahlten Journalisten, die Anstellung zu sichern. |
28.01.1932 |
Uraufführung des Films "Zum goldenen Anker" (Marius) in Berlin im Gloria-Palast - nach dem Theaterstück von Marcel Pagnol - Regie von Alexander Korda |
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Jan.1932 und März 1932 bis 09.04.1932 |
"Die Herrin von Atlantis" entsteht unter der Regie von G. W. Pabst - nach dem Roman "L´Atlantide" von Pierre Benoit - bei dem Film handelt es sich um ein Remake eines grossen Stummfilmerfolges aus dem Jahre 1921. Er wird in 3 Sprachversionen erstellt - deutsch, französisch und englisch. Die Außenaufnahmen finden in Hoggar, Nordafrika von Januar bis Februar, Innenaufnahmen März 1932 im E.F.A.-Atelier Berlin-Hagensee statt. Die Geschichte: In der Sahara werden 2 Offiziere der französischen Fremdenlegion von Aufständischen gefangen genommen und in eine geheimnisvolle Stadt verschleppt, die sich als das geheimnisumwobene Atlantis herausstellt. Deren Herrscherin gelingt es, die Freunde gegeneinander auszuspielen und ihren Zwecken dienlich zu machen. Mathias Wieman spielt den Norweger Torstenson, der wegen der unerwiderten Liebe zu Antinea Selbstmord verübt. Die Hauptrolle der Antinea wird von Brigitte Helm gespielt. Weitere Mitspieler sind u.a. Gustav Dießl, Heinz Klingenberg, Tela Tschai. Die Wirkung des Films beruht nach Meinung der Kritik vor allem auf den Kamerakünsten Eugen Schüfftans. |
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16.02.1932 bis 11.05.1932 |
Als Wolfgang Clausen in Gerhard Hauptmanns "Vor Sonnenuntergang" im Deutschen Theater Berlin unter der Regie von Max Reinhardt. das Stück wurde 85 mal aufgeführt Werner Krauß stellt den Geheimrat Clausen dar. Er war fast am verzweifeln, weil der Autor während der laufenden Proben mehrmals Text und Inhalt des Stückes veränderte, sogar noch kurz vor der Generalprobe. Darsteller vorhanden - noch ergänzen Der Inhalt des Dramas: Der siebzigjährige Geheimrat Clausen, Herr eines Verlagshauses, seit Jahren verwitwet, empfindet eine tiefe, herzliche, doch platonische Neigung zu der zwanzigjährigen Inken Peters (Helene Thimig), der Nichte seines Gärtner, die seine Gefühle erwidert. Die erwachsenen Kinder und Schwiegerkinder des alten Clausen - mit Ausnahme des jüngsten Sohnes Egmont (Hans Brausewetter) - bringen für diese Beziehung kein Verständnis auf, sondern empfinden sogar Abscheu. Man beleidigt Inken in provozierender Weise und isoliert den Geheimrat völlig von seiner Familie, die sich nach dessen Verlobung mit der blutjungen Inken entgültig von ihm trennt. Danach holt man zum entscheidenden Schlag aus und lässt den Alten entmündigen. Diese Schmach vermag dieser nicht ertragen, und bereitet seinem Leben durch Gift ein Ende. Berliner Börsenkurier, Nr. 80, vom 17.02.1932: »Max Reinhardt ist, wie immer wenn er Menschen ausstricheln, Milieu zeichnen, Atmosphäre geben kann, auf der Höhe seiner Fähigkeiten. Er rundet die Figuren, er gibt ihnen Humor, er hellt auf und führt die Familienszenen des dritten Akts mit einer ebenso nuancierten wie zusammenfassenden kraft. Wie er den unpraktischen unselbstständigen Wolfgang, in der Darstellung von Mathias Wieman, gegen seine scharfe und böse Frau, die geborene von Rübsamen, in der ebenso treffenden wie humoristischen Wiedergabe durch Maria Koppenhöfer stellt, .....« Alfred Kerr, Berliner Tageblatt, vom 18.02.1932: »Wieman, der schwere Sohn; Brausewetter der leichte Sohn; beide deckend.« Herbert Ihering schreibt über ihn: »Mathias Wieman galt früher als Schauspieler gehemmter Gefühlsrollen. Er schien der ewige Arnold Kramer zu sein, wechselnd zwischen weicher Sehnsucht und verhärtetem Gefühl, böse aus zurückgehaltener Empfindung. Die Entwicklung aber hat gezeigt, das Mathias Wieman ein vielseitigerer Schauspieler ist, der gerade auch einen leichten Ton für spielerische Rollen hat. Man denke an die Schwipsszene in Savoirs "Ritter Blaubarts achte Frau". Mathias Wieman, der Gefühlsdarsteller, ist in Wirklichkeit ein Charakteristiker und Humorist. Er gab in Gerhart Hauptmanns "Vor Sonnenuntergang" den halb korrekten, halb versteckten Professor.« |
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xx.xx.1932 |
Herbert Ihering schreibt auch: "Mathias Wiemans Gebiet liegt zwischen den "George Dandin" und dem Wehrhahn in Hauptmanns "Biberpelz". Auch er vertritt einen Typ des norddeutschen Menschen auf der Bühne. In seinen Rollen und in seiner Arbeitsmethode. Mathias Wieman hat Werkbeziehung zur Kunst. Er ist ein Schauspieler, der wie ein mittelalterlicher Handwerksmeister wirkt (obwohl gerade sein Können, hier also seine Sprechtechnik, zweitrangig ist) . Wieman ist ein Werkmeister seiner Kunst vor dem Zeitalter der Technik. (.....) Wieman - man glaubte: ein sehnsüchtiger Romantiker des Gefühls. Wieman in Wahrheit: ein unermüdlicher Bosseler seiner Rollen, der sich die Technik noch hinzu erobern muss." (11) |
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12.03.1932 bis 22.04.1932 |
Beginn der Dreharbeiten zum Film "Menschen ohne Namen" im Ufa-Atelier Neubabelsberg - die Außenaufnahmen erfolgten in Berlin (u.a. Alexanderplatz) Am 7.03.1932 ist der Baubeginn der Kulisse - Die Regie hat Gustav Ucicky - das Drehbuch ist von Robert Liebmann , nach dem Roman "Oberst Chabert" von Honorè de Balzac Die Handlung: Heinrich Martin (Werner Krauß), früher Inhaber einer Automobilfabrik, verwundeter Offizier im ersten Weltkrieg verliert durch eine schwere Kriegsverletzung Gedächtnis und Sprache. Nach Gefangenschaft bleibt er in Russland und wird dort als Mechaniker tätig. Durch Anblick seines Bildes in einer deutschen Illustrierte findet er seine wirkliche Identität wieder. Er reist nach Berlin und wird nach 16 Jahren Krieg, Gefangenschaft und Krankheit weder von seinen besten Freunden, noch von seiner inzwischen, mit Dr. Sander (Mathias Wieman) wiederverheirateten Frau (Helene Thimig) und seiner Tochter (Hertha Thiele) wiedererkannt. Diese glaubten er sei im Krieg gefallen und ließen ihn für tot erklären. Auch die Behörden verweigern ihm die Anerkennung seiner alten Identität. Mit Hilfe eines Maklers und der Stenotypistin Grete (Maria Bard) meldet er ein revolutionäres Patent an und beginnt ein neues Leben. Weitere Darsteller Julius Falkenstein, Ernst Behmer, Eduard von Winterstein, Artur Menzel, (teilweise Lexikon des internationalen Films) |
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24.03.1932 |
Uraufführung des Films "Das blaue Licht" in Berlin im Ufa-Palast im Zoo - der unter der Regie von Leni Riefenstahl entstand. Leni Riefenstahl setzte den Film im mystischen Stil als Stummfilm mit Musik in Szene setzte. Die internationale Kritik rühmt den eigentümlichen Reiz der Bildsprache. Der Film erhält die Silbermedaille der Internationalen Filmkunst-Ausstellung 1932 in Venedig (Biennale) für den zweitbesten Film |
25.03.1932
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als Thoas in Johann Wolfgang von Goethes "Iphigenie auf Tauris" im Deutschen Theater Berlin unter der Regie von Richard Beer-Hofmann das Stück wurde 1 mal aufgeführt Darsteller vorhanden - noch einarbeiten weitere Daten + Kritiken besorgen |
18.04.1932 |
Uraufführung des Films "Die Gräfin von Monte Christo" in Wien im Apollo-Kino |
22.04.1932 |
Uraufführung des Films "Die Gräfin von Monte Christo" in Berlin (Ufa-Palast am Zoo) - mit Brigitte Helm, Rudolf Forster, Lucie Englisch und Gustav Gründgens |
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01.07.1932 |
Uraufführung des Films "Menschen ohne Namen", der unter der Regie von Gustav Ucicky entstand, in Berlin im Ufa-Palast am Zoo - mit Krauß, Bard, Thimig, Winterstein und Gülstorff, neben denen Mathias Wieman Dr. Alfred Sander darstellt, »den verhärteten Freund, der die Frau des Heimkehrers geheiratet hat und als seinen Besitz verteidigt« (Herbert Ihering). |
01.09.1932 bis 16.09.1932
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als Weber ein deutscher Soldat in Hans Chlumbergs "Wunder um Verdun" im Deutschen Theater Berlin unter der Regie von Karl Heinz Martin Das Stück wurde 17 mal aufgeführt dem Wieman »einen anderen und neuen Ton« (Ihering) zu geben versucht. Darsteller vorhanden - noch einarbeiten weitere Daten + Kritiken besorgen |
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02.09.1932 |
Uraufführung des Films "Die Herrin von Atlantis" in Wien - in 4 Kinos gleichzeitig |
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06.09.1932 |
Uraufführung des Films "Die Herrin von Atlantis" - in Berlin im Ufa-Palast am Zoo - der unter der Regie von G. W. Pabst entstand. Kracauer bezeichnet diesen als letzten vor 1933 herausgekommenen Film Pabsts, »eine eindeutige Regression von "sozialer Bewusstheit" in reinen Eskapismus«. In der "Lichtbild-Bühne" ist zu lesen: »Am nächsten kommt noch Mathias Wieman dieser Dämmerstimmung. Er hat einen Europäer zu spielen, der in irrsinniger Liebe zu der schönen Herrin von Atlantis befangen, durch Opium und Haschisch seinem Ende entgegen träumt.« so schreibt H.T. dar selbst |
17.09.1932 bis 18.10.1932
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als Buchbinder Keil in Gerhart Hauptmanns "Rose Bernd" im Deutschen Theater Berlin unter der Regie von Karl Heinz Martin. Das Stück wurde 32 mal aufgeführt Robert Breuer meint: »Neigungen für gewandelte Spielformen« (Emil Faktor). »Stellenweise verwechselte er Ergriffenheit mit Veitstanz «, Kerr am 18.09.1932: »Wieman, im Anblick prachtvoll als Herrnhutterich: Halsverband, Epileptik, Haaransatz; doch im Wortklang fast großstädterisch.«, Und kr. in "Der Montag": »Wieman ... suchte das Heil dieser Wurzenrolle in psychopathischer Verschrobenheit.« |
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Nov. 1932 |
Uraufführung des Films "Die Herrin von Atlantis" in London in einer englischen Fassung |
04.11.1932
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als ....... in Marcel Pagnols "Fanny" in Volksbühne Berlin unter der Regie von Heinz Hilpert wiederum mit Jakob Tiedtke und Käthe Dorsch, diesmal in der Berliner Volksbühne, Rühle meint: »Heinz Hilpert avanciert zum »Meister des volkstümlichen Poetischen Realismus«. |
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23.12.1932 bis 31.12.1932 |
spielt den Johannes Hus in Hays "Gott, Kaiser und Bauer" im Deutschen Theater Berlin unter der Regie von Karlheinz Martin. Fritz Kortner spielt den Kaiser Sigismund (seine letzten deutsche Premiere), Paul Wegener den Papst Johannes. Insgesamt 8 Vorstellungen bis 31.12.1932 zu Wieman: »der strenge Kopf, im Leiden geprägt, mit dem warmen Schein innerer Heiligkeit und Fröhlichkeit, die seiner selbst gewisse Sprache, die Macht selbstverständlicher Bewegung ... das alles lebt noch in unserer Erinnerung.« (62) Stück und Inszenierung werden von der Rechtspresse und den Nationalsoziallisten als unglaubliche Kränkung nationaler und religiöser Gefühle angeprangert. Es wurden Proteste organisiert, die die Absetzung forderten, zu der sich die Intendanz des Deutschen Theaters, einem ministeriellen Beschluss vorgreifend, nach 8 Vorstellungen vorzeitig entschloss. Die abendlichen Ruhestörer terrorisierten Schauspieler und Publikum derart, das das Theater geschlossen wurde. Kortner stand im Zentrum der Hetzkampagnen, ("Der Angriff" 24.12. + 29.12.32) ebenfalls Margarete Melzer und Paul Wegener. Das Deutsche Theater wurde als ein "jüdischer Saustall" angeprangert; Kortner als der "schmierigste und übelste jüdische" Typ, der je auf einer deutschen Bühne gestanden hat. (23+39) Alfred Kerr am 24.12.1932: »Wegener und Wieman herrlich: Papst und Prophet.« |
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30.12.1932 |
Alfred Kerr schreibt zur Absetzung des Stückes "Gott, Kaiser und Bauer" im Berliner Tageblatt: » ....... Die Direktion hätte nicht weichen sollen. Aus Grundsatz. Sie gibt sich auf diese Art künftig in die Hände beliebiger Demonstranten, die rein gar nichts in der Kunst zu entscheiden haben. Sie könnte dann am eigenen Leibe den Vers Heinrich von Kleists spüren, der sagt: und über uns seh´ ich die Welt regieren jedwede Rotte, die der Kitzel treibt dahin darf es nicht kommen!«
Ein paar Tage später wird Kerr wissen wie sehr er irrte und wie viel diese "Demonstranten", bzw. ihre Hintermänner in der Kunst zu entscheiden haben, und das sie letztendlich, auf eine ganz andere Art und Weise Kunst definierten und regelten. |
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1932 |
als Pylades in Goethes "Iphigenie auf Tauris" im Deutschen Theater Berlin unter der Regie von ................ mit auf der Bühne ....................... |
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1932 |
erfüllt sich seinen Knabentraum: er lernt fliegen und erwirbt den Flugzeugführerschein Land A 2 (20) |
| gastiert 1932/33 am Deutschen Theater, |
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Sie wollen wissen wie es in Teil 3 der Biographie weitergeht?????? |
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